Wie fair & nachhaltig sind die Versicherungen im Bereich ?

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Ergreifen Sie die Initiative und schreiben Sie Ihrer Lebensversicherung! Teilen Sie ihr mit, was Sie von der bisherigen sozialen und ökologischen Performance halten und wo Sie als Kund*in Verbesserungspotential sehen. Nur so können wir die Lebensversicherungen zu einem Umdenken bewegen und gemeinsam zu einer global nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Ihre Lebensversicherung ist nicht in unserer Auswertung dabei? Wir erklären, was Sie dennoch unternehmen können.

Menschenrechte - Was ist wichtig?

Die Rechte von Frauen, Kindern, indigenen Gruppen oder Völkern, aber auch Geflüchteten und MigrantInnen werden besonders oft und schwer verletzt. In Zeiten der Globalisierung haben international agierende Unternehmen starken Einfluss auf das Leben von lokalen oder regionalen Gemeinschaften, können jedoch wegen unzureichender nationaler Gesetze oder enger Beziehungen zu den Regierungen häufig nicht von Betroffenen zur Rechenschaft gezogen werden. Obwohl internationales Recht sich auf die Verpflichtung von Staaten beruft, die Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten, befreit dies Unternehmen nicht von ihrer Pflicht, eigenständig Verantwortung für die durch ihre Aktivitäten entstandenen Menschenrechtsverstöße zu übernehmen. Dies betrifft ebenfalls die Verletzung von Menschenrechten durch Geschäftspartner und Zulieferer.

Die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) verlangen von jedem Unternehmen, unabhängig von seiner Größe und dem Sektor, in dem es tätig ist, den Schutz der Menschenrechte zu garantieren. Diese Forderung gilt auch für Investoren, wie die UNGPs klar herausgestellt haben.

Um eine Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und auszuschließen, sollten Lebensversicherungen daher klare Richtlinien verfolgen.

  • Auch für Investitionen sollten folgende Kriterien zu einem Ausschluss führen: Unternehmen müssen besondere Rücksicht auf die Rechte von gefährdeten Gruppen (Frauen, Kinder, indigene Völker, Migranten) nehmen.
  • Unternehmen müssen internationales Völkerrecht respektieren und dürfen keine Siedlungen in besetzten Gebieten ermöglichen.
  • Unternehmen müssen Menschenrechtsverletzungen auch bei ihren Zulieferern ausschließen und entsprechende Mechanismen einrichten, um deren Einhaltung zu überwachen oder geeignete Maßnahmen bei Verstößen zu ergreifen.
  • Unternehmen müssen einen Beschwerdemechanismus einrichten, der für alle Interessengruppen offensteht, welche sich durch die Aktivitäten des Unternehmens negativ beeinflusst fühlen.

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