Benachteiligung von Frauen - Noch kein Thema für deutsche Banken

Donnerstag, 7. März 2019

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März rufen wir deutsche Banken dazu auf, die Rechte von Frauen nicht nur in ihrem eigenen Betrieb, sondern auch in der Kreditvergabe und Geldanlage zu berücksichtigen! Denn deutsche Finanzinstitute sind mit Milliardenbeträgen in Bergbau und Rüstung investiert - zwei Sektoren mit massiven negativen Auswirkungen insbesondere auf Frauen. Bergbauprojekte führen häufig zu einer Verschlechterung der Lebensumstände von Frauen und zu einem Anstieg sexueller Gewalt. Auch in bewaffneten Konflikten leiden besonders Frauen und Kinder unter den Folgen von Gewalt und Vertreibung sowie der Sorge um Angehörige. Finanzinstitute sollten daher Richtlinien entwerfen, welche die negativen Auswirkungen von einzelnen Unternehmen oder ganzen Sektoren auf Frauen berücksichtigen.

Auch auf operativer Ebene gibt es noch Nachholbedarf. So ist der Anteil von Frauen in den Führungsebenen großer deutscher Banken nach wie vor sehr gering und übersteigt nur bei Commerzbank und KfW knapp ein Drittel. Bei 8 von 10 der größten deutschen Banken liegt der Anteil dagegen noch deutlich unter 30%. Dabei deuten einige Studien deuten darauf hin, dass ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen zu einer verbesserten unternehmerischen Nachhaltigkeit und Transparenz führt.

Um die Weiterentwicklung dieses wichtigen Themas zu unterstützen, wird daher das Thema „Geschlechtergerechtigkeit“ ab Mai 2019 im neuen Update des von Facing Finance koordinierten Fair Finance Guide integriert.

Ein Hintergrundpapier mit näheren Informationen zu den geschlechterspezifischen Auswirkungen des Rüstungs- und Bergbausektors sowie der Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit im Betrieb deutscher Banken sowie die vollständige Presseerklärung stehen zum Download bereit.

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