Forstwirtschaft

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Stand: Dezember 2014

Cargill ist in der Lebens- und Futtermittelbranche sowie im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe tätig und gehört zu den weltweit größten Agrarunternehmen. Das Unternehmen wird unter anderem für Landnahme und Abholzung in seiner Palmöl-Lieferkette kritisiert wird. Obwohl Cargill an der Entwicklung des „Sustainable Palm Oil Manifesto“ (SPOM) mitgewirkt hat, wird dieses unter anderem aufgrund seiner langen Umsetzungsphase als zu wirkungslos bezeichnet. Es wird deshalb befürchtet, dass die massive Abholzung durch die Palmölindustrie in der Zwischenzeit einfach fortgesetzt wird. Zudem ist SPOM nicht verbindlich und schließt nicht die gesamte Zulieferkette in die Nachhaltigkeitsbestrebungen ein. Außerdem wird ein Zulieferer Cargills für die verheerenden Waldbrände in Indonesien im Sommer 2013 verantwortlich gemacht. Die kontroverse Brandrodung zur Erschließung neuer landwirtschaftlich nutzbarer Flächen geriet außer Kontrolle und hat auch 2015 wieder enorme Schäden angerichtet. Cargill wird zudem der illegalen Landaneignung in Kolumbien beschuldigt, da das Unternehmen über eine Reihe von unabhängig agierende Tochterunternehmen Ländereien erwarb, um so die gesetzliche Beschränkung in Bezug auf den Erwerb unkultivierten Farmlandes zu umgehen. Nach Abwicklung der Geschäfte wurden die Tochterunternehmen liquidiert, womit Cargill sich 52,000 Hektar Farmland aneignen konnte, das ursprünglich den Zugang zu Land für Kleinbauern sichern sollte. Das Unternehmen verneint jegliches Fehlverhalten und sieht den Erwerb als „Investition in das Land“.

Beteiligte Banken:

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